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Deutsche Meisterschaften

DM- Gebrauchspistole / revolver

München 6. und 7. September 2008

4 Schützen der SG Marnheim hatten sich für die Meisterschaften mit den großkalibrigen Waffen qualifiziert. Mario Stolzenberg, Berthold Brauch und Viktor Kunz traten die Reise ohne den, wegen Terminüberschreitungen, fehlenden Lothar Schröder an.
Mit dem Revolver in der Wettkampfklasse 44 Magnum hatten sich die Schützen als Mannschaft qualifiziert und der ertsmalig bei einer Deutschen Meisterschaft startende Berthold Brauch, welcher für den kurzfristig verhinderten Stefan Bauer in die Bresche sprang machte seine Sache nicht schlecht. Zwar konnte sich die Mannschaft nicht im Vorderfeld plazieren, aber immerhin nahmen die Schützen die Herausforderung Deutsche Meisterschaft an ohne zu lamentieren.
Viktor Kunz zeigte am 7. September eindrucksvoll zu welch hervorragenden Leistungen er fähig ist:
Mit einer Ersatzwaffe mußte er in der Disziplin 9mm Gebrauchspistole an den Start gehen und lieferte mit 388 Ringen sein bisher bestes Ergebnis ab. Mit nur einem Ring Rückstand verpasste er denkbar knapp das Finale der 6 besten Schützen bei immerhin 62 Startern.
Herzlichen Glückwunsch!

Termin DM Pforzheim

Die Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschiessen finden in diesem Jahr wieder in Pforzheim statt.
Termine und Limitzahlen finden Sie hier: limitzahlenvl2008.pdf [2 KB]

Bericht über die Deutsche in Pforzheim

Die Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschiessen können aus Marnheimer Sicht getrost unter Pleiten, Pech und Pannen abgehakt werden.
Waffendefekte und persönliche Fehler prägten das Bild dieser Meisterschaften.
Bei Lothar führte bereits der 1. Start zu einem Fiasko:
Nach gutem Beginn brach, nach dem 4. Schuß von 15, an der Original Muskete ein Teil der Abzugsstange ab. Dieser Defekt war in der Wettkampfzeit leider nicht zu beheben was zum vorzeitigen aus führte. Der letzte Platz war die logische Folge.
Im Dienstgewehrschiessen war ein Marnheimer Schütze derart verunsichert, daß er einem eigenen Mannschaftskollegen auf die Scheibe schoss. Das fürte zu einem Abzug von 2 Ringen und nur 14 von 15 gewerteten Schüssen. Damit waren schon vorzeitig alle Medaillenträume beendet. Am Ende war ein 9. Platz von 12 Teilnehmern die magere Ausbeute. (Im vergangenen Jahr wurde noch ein dritter Platz bejubelt)
Die nächste Panne passierte in der Disziplin Perkussionsgewehr:
Der für den verhinderten Topschützen Michael Frey eingesprungene Uwe Meier hatte mit grösseren Problemen an seinem Gewehr zu kämpfen und erreichte nicht die von Ihm gewohnte Präzission. Damit war die Mannschaft im Kampf um die Medaillen ausgeschieden.
In der Disziplin Perkussions-Freigewehr war Reiner Winkler von den Diskussionen der Standaufsichten offenbar derart abgelenkt, daß er bei einem Ladevorgang vergas das Pulver einzufüllen. Der anschliessende Versuch das Geschoss mit Zündkraut aus dem Lauf zu treiben scheiterte einige male und so lief die Zeit davon. Einige, aus der Sicht des Verfassers, falsche Anweisungen der Standaufsichten führten schliesslich dazu, daß der Schütze sich ein weiteres Mal verlud und den Wettkampf entnervt aufgab. Damit waren auch hier alle Medaillenträume beendet.
Am Sonntag war Fortuna den Marnheimer Schützen dann wenigstens ein bisschen besser gesinnt: Thomas gewinnt Bronze !
WM - Teilnehmer Thomas Baumhakl erzielte mit dem Steinschloßgewehr im liegenden Anschlag auf 100m 138 Ringe und gewann damit die Bronzemedaille. Dies blieb auch die einzige Medaille für die Marnheimer.
Der mittlerweile zu den Marnheimern gestoßene Michael Frey zeigte sich gut erholt und erzielte mit dem Steinschloßgewehr / 50m
sehr gute 141 Ringe, die mit einem 9. Platz belohnt wurden.
Mit dem Steinschloßgewehr auf 100m im liegenden Anschlag allerdings schlug der Pannenteufel wieder zu:
Nach sehr gutem Beginn lag Michael ganz klar auf Medaillenkurs. Jedoch endschied sich gegen Ende des Wettkampfes ein (international erfahrener) Schütze für die falsche Scheibe und bügelte Michael einen seiner Wettkampfschüsse auf die Scheibe. Diesen Fehler bemerkte Michael zunächst nicht und wollte den Wettkampf in aller Ruhe zu Ende bringen. Da die Standaufsichten diesen Lappsus ebenfalls nicht bemerkt hatten, musste erst Thomas Baumhakl, der das ganze aus der Ferne beobachtete auf den Fehler aufmerksam machen. Die Folge war ein Wettlauf gegen die Zeit, den Michael der nun zusätzlich noch mit Zündproblemen zu kämpfen hatte nicht gewinnen konnte. Den letzten Schuß konnte er nicht mehr auf die Scheibe bringen und damit war auch die Chance vertan, eine Medaille zu gewinnen.

Impressionen

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